Rest in peace – Lee „Scratch“ Perry

In meinen ersten Blogbeiträgen habe ich viel über mich selbst und meine Musik geschrieben. Heute möchte ich mich einem anderen Musiker widmen: Dem vergangenes Wochenende verstobenen „Lee „Scratch“ Perry“. Wer war dieser Mann und was bedeutet er für mich?

Die Musik dieses jamaikanischen Ausnahmekünstlers begleitet mich schon seit meiner Teenagerzeit. Lee Perry war unter anderem Pionier meines Lieblings-Subgenres des Reggae: Der Erfinder von „Dub“. Geboren 1936 in Kendal verstarb er nun mit 85 Jahren in einem Krankenhaus in Lucey auf Jamaika. Die Todesursache ist bislang nicht bekannt.

Lee „Scratch“ Perry arbeitete als Sänger und Produzent mit Reggaegrößen wie beispielsweise Bob Marley, bewegte sich aber auch außerhalb der Reggaewelt (Beispiel: Beastie Boys). 

Lee Perry live in München, 2016. Quelle: Wikipedia

1973 gründete er in Kingston das legendäre Black Ark Studio. Hier entstanden in den 70er Jahren, neben vielen anderen Werken die Alben Blackboard Jungle und Super Ape. Bob Marley nächtigte in einer Abstellkammer seines Studios, in einer Phase vor seinem Durchbruch. In dieser Zeit bringt Lee Perry den Reggae-Superstar auf die Idee, es mal mit Reggae zu versuchen.

Bob Marleys Erfolgsgeschichte ist bekannt, jedoch blieb bei Lee Perry nichts von dem generierten Geld hängen. Perry konzentrierte sich weiter auf seine Produktionen und erfindet „Dub“. 

Zusammen mit seiner Band, den Upsetters, legte er hierfür enorm viel Hall auf verschiedene Instrumente, baut Echos ein und schaffte so diesen damals neuen Musikstil. Er verstand sein komplettes Studio, insbesondre sein Mischpult als Instrument.

Ich empfehle jedem, der es noch nicht getan hat, sich mit seiner Musik zu beschäftigen. Ich persönlich fühle, liebe und schätze diese sehr. Im Folgendem einige Songtipps für Euch bei Spotify. Die Songs findet Ihr sicher auch auf anderen Streamingportalen.